Baumbestattung – Ruhestätte für naturverbundene Menschen


Die Baumbestattung stammt ursprünglich aus der Schweiz und ist in Deutschland eine relativ neue Bestattungsform. Bei dieser Bestattung wird die Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Daher ist die vorherige Kremation Voraussetzung für eine Baumbestattung. Die Beisetzung im Sarg – wie bei der Erdbestattung – ist aus Gründen des Trinkwasserschutzes bei Baumbestattungen nicht möglich.

Für Baumbestattungen können vorhandene Bäume genutzt oder neue Bäume gepflanzt werden. Die Kennzeichnung der Grabstelle erfolgt in den meisten Fällen mit einer kleinen Messingplakette, die am Baumstamm angebracht wird. Eine anonyme Bestattung ohne Kennzeichnung ist jedoch auch möglich. Auf Wunsch erhalten die Angehörigen einen Lageplan, in dem der Baum, an dem die Beisetzung stattgefunden hat, eingezeichnet ist. Baumgrabstätten müssen von den Angehörigen nicht gepflegt werden, bieten aber dennoch einen Ort für die Trauerarbeit. Das Ruherecht in einem sogenannten Friedwald oder Ruheforst in Köln-Weidenpesch beträgt in der Regel 99 Jahre.